Westfalia Hopsten ist das fairste Team der BezirksligaIbbenbürener SV zu Hause stark und auswärts schwach VON ALFRED STEGEMANN, LENGERICH
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Daniel Lürwer (l.) und die ISV, hier im Derby gegen Lengerich, waren das drittstärkste Heimteam, aber auch die schwächste Auswärtsmannschaft.
Tecklenburger Land. Die Saison 2009/2010 der Bezirksliga Staffel 10 ist längst beendet, dennoch sie ist wegen des dramatischen Ausgangs weiterhin in aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes in der Nachspielzeit wurde die Meisterschaft entschieden, die sich schließlich der SV Burgsteinfurt sicherte.
Zuvor hatten die Kreisstädter überhaupt nur drei Mal die Tabelle angeführt. Eigentlich sah der SC Preußen Borghorst wie der sichere Aufsteiger aus. Dann schoss SV Burgsteinfurt am letzten Spieltag bei SW Esch in der 94. Minute den Siegtreffer und durfte sich als Meister feiern lassen. Der Herbstmeister aus Borghorst, der auch die heimstärkste Elf stellte, schaute in die Röhre. Verdient haben sich die „Stemmerter“ den Titel letztlich aufgrund einer ausgezeichneten Rückrunde, in der sie überhaupt nur sieben Punkte liegen ließen.
Absteiger SW Esch, Schlusslicht in der Fairness-Tabelle, baute in der Rückrunde ab und trat insbesondere in der Fremde als Kanonenfutter auf. Der auswärts am liebsten gesehene Gegner aber war die Ibbenbürener SV, die die schlechteste Auswärts-Bilanz aufweist, zu Hause aber das drittstärkste Team war.
Die ersten beiden Spieltage gehörten Teams aus dem Tecklenburger Land. Zunächst führte Preußen Lengerich die Tabelle an, dann SF Lotte 2. Während die Sportfreunde sich fast durchweg oben hielten, machten die Preußen ein wahres Wellental durch. Bis auf Platz elf (8. Spieltag) rutschten sie ab, um sich dann im Mittelfeld festzusetzen. Als durchaus treffsicher erwiesen sich die Torjäger. 748 Treffer fielen in den 240 Saisonspielen. Das entspricht einem Schnitt von 3,12. 110 Heimsiegen standen 78 Auswärtserfolge und 52 Unentschieden gegenüber.
Während die ISV in der abgelaufenen Saison lange um den Klassenerhalt zittern musste, war der Mannschaft von Anfang an die Führung in der „Ewigen Tabelle“ der Bezirksliga 10 seit der Saison 1999/2000 nicht zu nehmen. Souverän nehmen die Ibbenbürener als Urgestein der Bezirksliga den ersten Rang ein. 314 Mal bereits verließen sie das Feld als Sieger. Preußen Lengerich, seit sechs Jahren in dieser Staffel vertreten, findet sich an elfter Stelle wieder. Die SCP-Reserve, immerhin zwei Jahre dabei, grüßt von Platz 31. In den vergangenen elf Jahren hat die Bezirksliga Staffel 10 exakt 40 Clubs gesehen. Sechs Mannschaften haben sich nur eine Saison gehalten, wobei Germania Hauenhorst als frischgebackener Aufsteiger im besorstehenden Spieljahr einen neuen Versuch startet.
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Burgsteinfurt. Es ist zur guten Tradition geworden: Der Staffeltag der Fußballer ist beim Meister der jeweiligen Liga, also trafen sich die Vertreter der Vereine der Bezirksliga 10 beim SV Burgsteinfurt.
Staffelleiter Friedel Upmann aus Ibbenbüren begrüßte die Aufsteiger Germania Hauenhorst, TuS Altenberge, Arminia Ibbenbüren und als Absteiger der Landesliga 4 Vorwärts Wettringen in der Bezirksliga.
Upmann ließ die vergangene Saison Revue passieren und ging dabei besonders auf den letzten Spieltag ein. „So eine Dramatik habe ich während meiner 25-jährigen Tätigkeit noch nicht erlebt, der Meister wurde bekanntlich erst in den letzten Minuten ermittelt“, so der Staffelleiter. Leider habe es in der vergangenen Saison wetterbedingt viele Spielausfälle gegeben. Nachholspiele der Bezirksliga sollen demnächst donnerstags durchgeführt werden.
Den Fairnesspokal holte Westfalia Hopsten mit nur einer gelb-roten Karte. Zum Pokal gab es auch noch zusätzlich einen Geldbetrag für die Mannschaft. Die Spielberichte wurden in der Regel alle online geführt. Vier Vorfälle mussten der Bezirksspruchkammer vorgelegt werden, die insgesamt achtmal tagte.
Bei der Wahl des Staffelleiters wurde zunächst Markus Raschke, der Vorsitzende des Fußballkreises Tecklenburg, als Versammlungsleiter gewählt. Er dankte Upmann für seine 25-jährige Tätigkeit. Anderweitige Wahlvorschläge als die Wiederwahl des bisherigen Staffelleiters lagen nicht vor. Upmann wurde wie erwartet einstimmig wiedergewählt.
Da die Terminliste der Westfalenliga noch nicht vorliege, so Friedel Upmann weiter, könnten zum jetzigen Zeitpunkt auch für die Bezirksligen noch keine Terminlisten erstellt werden. Soviel sei aber auf jeden Fall klar: Die Bezirksliga 10 spiele in der Saison 2010/2011 mit 16 Mannschaften. Drei Mannschaften werden absteigen und nur eine aufsteigen.
Die Saison beginnt am 15. August. Gespielt wird zunächst bis zum 12. Dezember, am 13. Februar 2011 ist der 18. Spieltag. Über Karneval sollen nach Möglichkeit keine Spiele stattfinden. Das letzte Spiel ist Ende Mai.
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