Nachbericht des TuS WermelskirchenBauerkamp in letzter Sekunde VON STEFAN BLAMOV - zuletzt aktualisiert: 01.03.2010 (RP) In Ibbenbüren rettet der TuS Wermelskirchen mit Mühe ein Remis. Dafür kommen die Bergischen Panther beim Mit-Aufsteiger in Rheinbach unter die Räder und können nun eigentlich schon für die Oberliga planen.
Als Stefan Bauerkamp von Linksaußen mit dem Schlusspfiff zum 30:30 (13:17) für den TuS Wermelskirchen bei der Spvgg. Ibbenbüren traf, war der Jubel im Lager der Gäste groß. Und das, obwohl es nach dem 24:24 in der Vorwoche gegen Lemgo wieder "nur" zu einem Punkt gegen einen Abstiegskandidaten reichte. "Da es wieder gegen einen Gegner ging, der um jeden Punkt kämpft, ist das Ergebnis in Ordnung", gab TuS-Spielertrainer Lars Hepp nach dem Schlusspfiff zu Protokoll.
Weil Tabellenführer OSC Rheinhausen in Spenge ebenfalls nicht über ein Remis hinauskam, andere Spitzenteams jedoch erfolgreich waren, entwickelt sich die Meisterschaft zu einem Mehrkampf. Hepp: "Da muss man auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Unsere Leistung war eigentlich in Ordnung, die Moral ist intakt."
Gegen die unbequemen Ostwestfalen sorgte einmal mehr die katastrophale Chancenauswertung für Sand im TuS-Getriebe. Nach einer Viertelstunde waren bereits 14 Fehlwürfe gezählt, der Gast lag mit 2:7 zurück. "In dieser Phase haben wir unserer schwachen Wurfausbeute der letzten Wochen die Krone aufgesetzt", fand der Spielertrainer.
Dennoch blieb der TuS den Hausherren auf den Fersen und ließ sich auch nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause nicht abschütteln. Im zweiten Abschnitt war TuS-Keeper Max Hamers der Rückhalt für sein Team, zudem hatte der TuS nun ein wenig mehr Wurfglück. Die Folge: Bis zur 53. Minute hatten sich die Gäste einen 29:27-Vorsprung herausgeworfen.
In der packenden Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Eine "etwas unglückliche" (Hepp) Zeitstrafe für Dirk van Walsem warf die Bergischen wieder zurück. In Unterzahl kassierte Wermelskirchen drei Treffer in Serie, sah bei einem 29:30-Rückstand und Ballbesitz für die Gastgeber plötzlich wie der sichere Verlierer aus. Dann sah ein Ibbenbürener wegen Schiedsrichterbeleidigung "Rot", die Gäste erzwangen acht Sekunden vor dem Abpfiff einen Ballverlust der Hausherren. Nach einer schnellen Kombination traf dann Bauerkamp zum Endstand.
Quelle: RP
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